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  • hellmannmarcus

Torburgen - wie sahen sie aus?

Mich erreichten mehrere Anfragen, wie denn eine Torburg der Stadtbefestigung ausgesehen hat. Leider sind dazu keine Detailzeichnungen überliefert. Die wohl bekannteste Darstellung ist die des Osthofentores nach einer Rekonstruktionszeichnung von Schwartz.

Ich konnte Manuel Schmitz, einen begnadeten Zeichner, dazu bewegen, mir eine Skizze der Rekonstruktion der Torburg des alten Grandwegertores zur Verfügung zu stellen. Manuel hat bisher 3 Torburgen rekonstruiert und arbeitet daran, alle Tore der Soester Stadtbefestigung zu rekonstruieren. Die Zeichnungen sind absolut einmalig mit hoher Detailtiefe. Hier nun eine Skizze, nicht das vollständige Original (Vielen Dank Manuel!).

Ihr seht eine komplexe Verteidigungsanlage mit dem Haupttor an der Stadtmauer. Daran schloß sich die sog. Vorburg an. Ein Bereich, der durch sog. Schenkelmauern abgegrenzt war, die von dem Haupttor bis zum Vortor reichten. Der Bereich zwischen den beiden Toren bildete somit eine Art Zwinger, der von speziellen Wachmannschaften verteidigt werden konnte. Ebenfalls diente diese Fläche zur Kontrolle der ein- und ausgehenden Menschen und Fuhrwerke. Bei Gefahr oder wenn der Andrang zu hoch war, wurde zunächst das Vortor geschlossen, im Bedarfsfall das Haupttor. Sehr häufig lag in dem Zwinger eine Kapelle, in der die Reisenden Gott um sicheres Geleit anriefen oder sich für eine sichere Reise bedankten.




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